Frank Badur
Ohne Titel
Die sich gegenseitig bedingenden dunklen und hellen Flächen thematisieren durch ihre konkrete Ordnung immer wieder das Spannungsfeld von Stille und Klang.
Bezugnehmend auf Komponisten wie Arvo Pärt oder Morton Feldmann formuliert Badur die Gedanken, die seinen Werken zugrunde liegen, immer auch im musikalischen Kontext und rekontextualisiert die Bezüge in der visuellen Musik.
Zwischen der großen Zeichnung und dem kleinen kammermusikalischen Werk, das als invertiertes Diptychon kontrapunktisch funktioniert, entsteht ein feiner visueller Dialog.
„Meine Grid-drawings dürfen als visuelle Reaktion auf gehörte Klangmuster angesehen werden. Musik von Pärt hören heißt die Klänge und die Stille zwischen den Klängen wahrnehmen. Die Stille zwischen den einzelnen Klängen entspricht gleichsam der gestalteten Leere zwischen meinen gezeichneten Linien.“
Frank Badur